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Multitasking und Gehirn – wie ständige Ablenkung unsere geistige Leistungsfähigkeit schwächt

  • Autorenbild: Mefküre Ülker
    Mefküre Ülker
  • 3. Nov. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 31. Dez. 2025

Multitasking und Gehirn im Alltag: Warum Dauerreiz und Informationsflut unser Denken bremsen


Die moderne Welt belohnt Geschwindigkeit. Wir beantworten E-Mails, während wir telefonieren, scrollen durch Nachrichten beim Essen und hören Podcasts beim Autofahren. Was produktiv wirkt, überfordert in Wahrheit unser Gehirn.


Neurowissenschaftlich betrachtet gibt es kein echtes Multitasking – das Gehirn springt lediglich in rasender Geschwindigkeit zwischen Aufgaben hin und her. Und jedes Umschalten kostet Energie, Aufmerksamkeit und Gedächtnisleistung.


Gestresste Frau im Büro hält sich den Kopf, während sie von mehreren Aufgaben gleichzeitig abgelenkt wird – Symbol für Multitasking und mentale Überlastung.

Was beim Multitasking im Gehirn passiert


Unser Arbeitsgedächtnis ist wie eine kleine Werkbank – es kann nur wenige Informationen gleichzeitig halten. Beim dauernden Wechsel zwischen Reizen (z. B. Benachrichtigungen, Social Media, Gesprächen) muss das Gehirn immer wieder „aufräumen“.Dabei gehen Details verloren, Stresshormone wie Cortisol steigen an, und die neuronale Vernetzung zwischen präfrontalem Cortex und Hippocampus – also zwischen Aufmerksamkeit und Gedächtnis – wird langfristig geschwächt.


Studien zeigen: Menschen, die häufig multitasken, haben mehr Schwierigkeiten, Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden. Das Risiko für chronische mentale Erschöpfung steigt – ebenso wie für Schlafstörungen und Konzentrationsprobleme.



Aufmerksamkeit trainieren – eine Frage der Gehirngesundheit


Die gute Nachricht: Das Gehirn ist lernfähig. Wer wieder lernt, monotasking zu praktizieren – also einer Sache die volle Aufmerksamkeit zu schenken – stärkt seine neuronalen Netzwerke für Gedächtnis, Selbstregulation und Stressresistenz.


Schon kleine Rituale wirken:


  • Handyfreie Zonen schaffen (z. B. beim Essen oder Spaziergang)

  • Bewusstes Atmen vor jedem neuen Task

  • Regelmäßige Pausen zwischen Informationsblöcken

  • Offline-Zeiten als fester Bestandteil des Tages


Diese Maßnahmen fördern Konzentration, Achtsamkeit und kognitive Erholung – Schlüssel für nachhaltige Gehirngesundheit.



Multitasking und Demenzrisiko – was Forschungen zeigen


Junge Frau am Schreibtisch wirkt erschöpft und überfordert – Symbol für Konzentrationsmüdigkeit durch Multitasking und digitale Reizüberflutung.

Langzeitstudien deuten darauf hin, dass chronischer Stress, Schlafmangel und Dauerablenkung die neuronale Regeneration beeinträchtigen können – und damit indirekt das Risiko für Demenzerkrankungen erhöhen.


Das bedeutet nicht, dass Smartphone-Nutzung Demenz verursacht. Aber: Wer seinem Gehirn nie echte Ruhe gönnt, reduziert langfristig die Fähigkeit zur Regeneration – genau jene Fähigkeit, die wir zur Prävention brauchen.


Gehirngesundheit ist also kein Zufall, sondern das Ergebnis bewusster Entlastung.



Fazit


Wir leben in einer Kultur der Dauerbeschallung – doch das Gehirn braucht Stille, um zu denken. Weniger Multitasking bedeutet mehr Klarheit, mehr Gedächtnisleistung und mehr psychische Stabilität.


In der Prävention von Demenz spielt daher nicht nur Ernährung oder Bewegung eine Rolle – sondern auch Aufmerksamkeitshygiene: das bewusste Trainieren von Fokus, Pausen und digitaler Achtsamkeit.


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