Menopause und Demenz
- Mefküre Ülker

- 3. Nov. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 31. Dez. 2025
was Hormone mit Gehirngesundheit zu tun haben
Die Verbindung zwischen Menopause und Demenz wird zunehmend wissenschaftlich untersucht, denn hormonelle Veränderungen wirken direkt auf die Gehirnzellen.
Aktuelle Studien zeigen: Der sinkende Östrogenspiegel kann Stoffwechselprozesse im Gehirn beeinflussen, die langfristig mit einem erhöhten Demenzrisiko verbunden sein können.
Doch die gute Nachricht lautet: Wer frühzeitig auf Lebensstil, Ernährung und Stressbalance achtet, kann das Risiko deutlich senken.

Was in der Menopause im Gehirn passiert
Östrogen wirkt im Gehirn wie ein natürlicher Schutzfaktor. Es fördert die Energieproduktion der Nervenzellen, schützt vor Entzündungen und unterstützt die Kommunikation zwischen den Synapsen.
Wenn dieser Hormonspiegel sinkt, wird das Gehirn „energetisch empfindlicher“ – viele Frauen berichten dann über Konzentrationsprobleme, Wortfindungsstörungen oder eine Art „mentalen Nebel“.
Das ist kein Einzelfall, sondern Ausdruck eines neuroendokrinen Umstellungsprozesses.
Menopause und Demenz – Risiko oder Chance?
Langzeituntersuchungen deuten darauf hin, dass der Zeitpunkt und Verlauf der Menopause Einfluss auf die Gehirngesundheit haben können.
Frauen mit früher oder abrupt einsetzender Menopause – etwa nach einer Operation – zeigen ein leicht erhöhtes Alzheimer-Risiko.
Doch dieser Zusammenhang bedeutet keine Vorbestimmung.
Im Gegenteil: Die Lebensmitte bietet ein ideales Zeitfenster, um aktiv gegenzusteuern und die neuronale Widerstandskraft zu stärken.
Wie Prävention in dieser Lebensphase gelingt

Bewegung: Regelmäßige körperliche Aktivität verbessert Durchblutung und Hormonbalance.
Ernährung: Mediterrane Kost mit viel Gemüse, Fisch, Olivenöl und Antioxidantien unterstützt das Gehirnstoffwechsel-System.
Schlaf: Ausreichender Tiefschlaf fördert die Entgiftung des Gehirns und senkt Entzündungen.
Stressabbau: Chronischer Stress kann den Hormonmangel verstärken – Achtsamkeit, Atemübungen und soziale Kontakte helfen.
Medizinische Begleitung: Eine individuell abgestimmte Hormonersatztherapie (HRT) kann – richtig angewendet – neuroprotektive Effekte haben.
Warum Aufklärung so wichtig ist
Viele Frauen sprechen ungern über die Wechseljahre, noch weniger über Demenz. Doch wer die biologischen Zusammenhänge kennt, kann gezielt vorbeugen.
Kultursensible Beratung und offen geführte Gespräche sind hier entscheidend – vor allem in Familien und Gesellschaften, in denen über weibliche Gesundheitsthemen selten gesprochen wird.
Fazit
Die Menopause ist kein Beginn des Verfalls, sondern ein Wendepunkt. Wer in dieser Phase gut für Körper und Gehirn sorgt, kann das Risiko für kognitive Beeinträchtigungen reduzieren – und die Weichen für ein gesundes Altern stellen.
Demenzprävention beginnt nicht im Alter, sondern in der Lebensmitte.




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