Selbstfürsorge und Resilienz bei pflegenden Angehörigen von Menschen mit Demenz
- Mefküre Ülker

- 3. Nov. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 31. Dez. 2025
Wie Selbstfürsorge und Resilienz bei pflegenden Angehörigen von Menschen mit Demenz gestärkt werden können
Pflegende Angehörige von Menschen mit Demenz tragen oft eine doppelte Last: emotionale Verbundenheit und dauerhafte Verantwortung. Die Grenze zwischen Fürsorge und Überforderung ist schmal – und genau hier setzen Selbstfürsorge und Resilienz an.
Sie sind keine Luxuskonzepte, sondern lebenswichtige Ressourcen, um langfristig gesund und stabil zu bleiben.

Was bedeutet Resilienz im Pflegealltag?
Resilienz beschreibt die Fähigkeit, trotz Belastungen psychisch stabil zu bleiben – also „mitzurücken, ohne zu brechen“. Bei pflegenden Angehörigen von Menschen mit Demenz zeigt sich Resilienz oft darin, sich auf das zu konzentrieren, was noch möglich ist, statt auf das, was verloren ging.
Hilfreiche Strategien sind zum Beispiel:
Routinen schaffen und sich bewusst Pausen gönnen,
emotionale Unterstützung annehmen,
Humor und Sinn im Alltag bewahren,
Grenzen erkennen – und Nein sagen dürfen.
Selbstfürsorge ist Verantwortung, nicht Egoismus
Selbstfürsorge bedeutet, Körper, Geist und Seele aktiv zu schützen.
Dazu gehört ausreichend Schlaf, regelmäßige Bewegung, gesunde Ernährung – aber auch soziale Kontakte, spirituelle Auszeiten oder kleine tägliche Rituale.
Wer gut für sich sorgt, kann auch verlässlicher für andere da sein. Das gilt besonders für pflegende Angehörige von Menschen mit Demenz, die oft jahrelang im Dauerstress leben.
Unterstützung annehmen – ein Zeichen von Stärke

Viele Angehörige empfinden Schuldgefühle, wenn sie Hilfe annehmen. Doch Entlastung ist ein zentraler Bestandteil von Selbstfürsorge.
Pflegeberatung, Kurzzeitpflege oder Angehörigengruppen bieten Räume für Austausch, Information und emotionale Entlastung.
Gerade kultursensible Angebote helfen, Hemmschwellen zu senken und über familiäre oder gesellschaftliche Tabus zu sprechen.
Fazit
Selbstfürsorge und Resilienz bei pflegenden Angehörigen von Menschen mit Demenz sind keine netten Extras – sie sind die Grundlage jeder guten Pflege.
Wer lernt, sich selbst mit Mitgefühl und Respekt zu begegnen, bleibt handlungsfähig – und kann die Beziehung zur erkrankten Person liebevoll und würdevoll gestalten.




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