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Fatigue bei Demenz

  • Autorenbild: Mefküre Ülker
    Mefküre Ülker
  • 3. Nov. 2025
  • 1 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 31. Dez. 2025

So bleibt die Behandlung alltagstauglich


Wenn Menschen mit Demenz zusätzlich unter Fatigue leiden, wird selbst der Alltag zur Herausforderung.


Termine, Arztbesuche, Therapieeinheiten – alles, was helfen soll, kann zur Belastung werden. Doch mit guter Terminkoordination bleibt die Behandlung alltagstauglich und menschlich machbar.


Jüngere Frau umarmt ältere Frau am Fenster im Sonnenlicht – Symbol für Wärme, Achtsamkeit und alltagstaugliche Behandlung bei Fatigue und Demenz.

Was bedeutet Fatigue bei Demenz eigentlich?


Fatigue bei Demenz ist mehr als bloße Müdigkeit. Sie beschreibt eine tiefe körperliche und geistige Erschöpfung, die durch Entzündungsprozesse im Gehirn oder als Nebenwirkung von Medikamenten entstehen kann. Betroffene haben weniger Energie, reagieren empfindlicher auf Reize und brauchen längere Erholungsphasen.


Wichtig ist: Fatigue ist kein Desinteresse – sie ist ein Schutzmechanismus des Körpers. Wer das versteht, kann Therapie und Alltag realistischer gestalten.



Terminkoordination: der unterschätzte Therapiebaustein


Gerade bei Fatigue ist eine klare Struktur entscheidend. Viele Familien versuchen, „alles unterzubringen“ – Ergotherapie, Logopädie, Arzttermine, Angehörigengruppe. Doch zu viele Termine überfordern.


Empfohlene Strategie:


  • Plane Termine nach Energiephasen, nicht nach Uhrzeit.

  • Vormittags sind viele Betroffene am leistungsfähigsten.

  • Nachmittags eignen sich ruhige Aktivitäten oder Pausen.

  • Abends sollte das Gehirn keine neuen Reize mehr verarbeiten müssen.


Eine flexible Wochenplanung schafft Energieinseln und reduziert Stress – für Betroffene und Angehörige gleichermaßen.



Alltagstaugliche Behandlung durch Balance


Therapie ist dann wirksam, wenn sie in den Lebensrhythmus integriert ist. Bei Fatigue und Demenz gilt: weniger, aber gezielter ist mehr. Routine gibt Orientierung, Überforderung raubt sie.


Pflegeberater:innen und Demenzberatungsstellen können helfen, Termine so zu legen, dass medizinische Notwendigkeit und Lebensqualität im Gleichgewicht bleiben.



Fazit: realistisch planen, Lebensqualität sichern


Fatigue bei Demenz verlangt Achtsamkeit und gute Organisation.Eine durchdachte Terminkoordination schützt vor Überforderung und sorgt dafür, dass Kraft dort ankommt, wo sie gebraucht wird – im gemeinsamen Alltag.


Denn Lebensqualität entsteht nicht durch mehr Therapie, sondern durch die richtige Balance zwischen Aktivität, Ruhe und Beziehung.


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