Die ersten Anzeichen von Demenz: Wann beginnt das Vergessen?
- Mefküre Ülker

- 2. Nov. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 31. Dez. 2025
Wenn das Gedächtnis stolpert – erste Anzeichen von Demenz erkennen
Fast jede Familie kennt solche Momente – doch ab wann wird Vergesslichkeit zum Zeichen einer Demenz?
Wer die ersten Anzeichen von Demenz versteht, kann rechtzeitig reagieren – und Lebensqualität sichern.

Leichte Vergesslichkeit – wann sie noch normal ist
Mit zunehmendem Alter braucht unser Gehirn länger, um Informationen abzurufen. Das ist normal.
Typische altersbedingte Vergesslichkeit zeigt sich so:
Namen fallen einem später ein.
Man vergisst, wo etwas liegt, findet es aber wieder.
Konzentrationsphasen werden kürzer – vor allem bei Stress oder Müdigkeit.
Diese Form der Vergesslichkeit ist kein Krankheitszeichen, sondern Teil des natürlichen Alterungsprozesses.
Frühe Warnzeichen einer Demenz
Bei einer beginnenden Demenz geht es nicht nur um Vergessen – sondern um Orientierung, Sprache und Verhalten.
Die wichtigsten Anzeichen sind:
Häufige Wiederholungen derselben Fragen oder Geschichten
Schwierigkeiten, bekannte Wege zu finden
Probleme beim Planen und Durchführen vertrauter Tätigkeiten
Wortfindungsstörungen oder ungewöhnliche Satzkonstruktionen
Rückzug, Unsicherheit oder plötzliche Gereiztheit
Das Entscheidende: Nicht jedes Symptom bedeutet Demenz – aber mehrere gemeinsam über längere Zeit sollten aufmerksam machen.
Der Unterschied zwischen Demenz und Depression

Gerade in frühen Stadien werden Demenzsymptome oft mit Depression verwechselt. Beide können mit Konzentrationsstörungen und Antriebslosigkeit beginnen.
Ein wesentlicher Unterschied:
Depression: Betroffene bemerken ihr Nachlassen und leiden darunter.
Demenz: Betroffene bemerken die Veränderungen oft nicht – Angehörige dagegen schon früh.
Deshalb ist es wichtig, professionelle Diagnostik zu nutzen – Hausärzt:in, Neurolog:in oder Gedächtnisambulanz können Tests durchführen und Klarheit schaffen.
Was Angehörige tun können
Beobachtung ohne Angst ist der erste Schritt. Schreibe dir Veränderungen im Alltag auf: Sprache, Verhalten, Orientierung. Spreche mit der betroffenen Person offen, aber liebevoll. Und suche frühzeitig Rat – je eher eine Abklärung erfolgt, desto besser können Therapien, Beratung und Alltagshilfen greifen.
Verstehen heißt: nicht abwarten, sondern hinschauen.




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