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Wie kann ich mit meiner Mutter über Demenz sprechen?

  • Autorenbild: Mefküre Ülker
    Mefküre Ülker
  • 3. Nov. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 31. Dez. 2025

Wege zu Vertrauen und Verständnis


Manchmal ist das Schwerste, überhaupt anzufangen – mit der eigenen Mutter über Demenz zu sprechen. Wenn du mit deiner Mutter über Demenz sprechen möchtest, beginne mit kleinen Schritten – Zuhören ist oft der beste Anfang.


Aber Gespräche sind möglich – wenn sie von Verständnis, nicht von Angst getragen sind.


Mutter und Tochter berühren liebevoll die Stirn aneinander – Symbol für Vertrauen und Nähe beim Gespräch über Demenz.

 

Warum Gespräche über Demenz so schwierig sind


Demenz betrifft nicht nur Gedächtnis und Verhalten, sondern auch Selbstbild und Würde.

Für viele ältere Menschen ist der Gedanke an eine „Krankheit des Vergessens“ beängstigend – sie fürchten, Kontrolle zu verlieren oder stigmatisiert zu werden.


Darum reagieren viele Eltern zunächst mit Abwehr oder Rückzug, wenn das Thema aufkommt.


→ Wichtig: Vermeide es, mit Vorwürfen oder medizinischen Begriffen zu beginnen.


Sag nicht: „Du hast Demenz.“

Sondern: „Ich habe bemerkt, dass dir manches schwerfällt. Wollen wir das gemeinsam anschauen?“



Wie du das Gespräch vorbereiten kannst


  • Wähle den richtigen Moment: ruhig, vertraut, ohne Ablenkung.

  • Beginne mit Beobachtungen, nicht mit Diagnosen.

  • Bleibe empathisch: zeig, dass du unterstützen willst, nicht „beurteilen“.

  • Nimm dir Zeit: solche Gespräche brauchen oft mehrere Anläufe.


So entsteht Sicherheit – und das Gespräch wird zum Ausdruck von Nähe statt Bedrohung.



Was hilft, wenn die Mutter abwehrend reagiert


Ältere Frau blickt nachdenklich aus dem Fenster – symbolisch für Unsicherheit und Angst bei beginnender Demenz.

Abwehr bedeutet meist: „Ich habe Angst.“ Hier hilft Zuhören mehr als Überzeugen.


Du kannst Sätze verwenden wie:


„Ich verstehe, dass du dich überfordert fühlst.“

„Ich bin an deiner Seite – wir finden das gemeinsam heraus.“


Erst wenn sich Vertrauen einstellt, öffnet sich Raum für Information, Diagnostik oder Unterstützung.



Wann professionelle Unterstützung sinnvoll ist


Pflegehelferin spricht in vertrauter Atmosphäre mit älterer Frau und Angehöriger über Unterstützung bei Demenz.

Wenn Gespräche festgefahren sind oder Schuldgefühle entstehen, kann ein neutrales Gespräch mit einer Beratungsstelle, Hausärztin oder Demenzberatung helfen.


Fachleute können erklären, was genau passiert, und gemeinsam mit dir den nächsten Schritt planen.


Das entlastet beide Seiten – Mutter und Kind.



Fazit – Mit der Mutter über Demenz zu sprechen bedeutet, den Mut zur Nähe zu haben


Es ist kein medizinisches Gespräch, sondern ein menschliches.


Ehrlichkeit mit Herz ist der Schlüssel – sie öffnet Türen, die Angst lange verschlossen hat.

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